Tanz der Gefühle

Das Wechselspiel zwischen Denken und Fühlen und die Anordnung der Strukturen von Individuum und Gesellschaft haben Christoph Gigerl schon immer geschäftigt und ziehen sich als Themenansätze durch sein ganzes Schaffen. So erklärt sich auch das Markenzeichen von Gerlisto: Muster, die ins Metall eingearbeitet werden. Höhen zum Geniessen und Tiefen zu Überwinden, die das zum Ausdruck bringen, was wir erleben und Christoph Gigerl als Heureka - Moment empfindet, wenn er Gefühle in seinen Werken und Plastiken festhält.


Ausbrechen und darüber sprechen

Wir leben in Normen, orientieren uns anhand von Rastern und Strukturen. Sind umgeben von Perfektionsmasken, werden in Form von Zahlen codiert und wie Farben schamatisiert. Aber die Wirklichkeit des Menschen ist mehr und besteht aus zwei Diemensionen: Aussen und Innen, Dinge und Gefühle, Körper und Seele. Und es ist diese Dualität, die uns zum Beispiel dazu befähigt, innerhalb von Sekundenbruchteilen Zuneigung und Sympathie zu empfinden oder Ablehnung zu spüren. In Bezug auf andere Menschen. In Bezug auf die Welt der Objekte.


Philosophie zur Arbeit

Bei diesem Schaffensprozess werden Metall - Rohlinge durch Zugabe oder Reduktion von Material so bearbeitet, dass bewusste Strukturen, aber meist unbewusste Einfärbungen entstehen. Dabei verwendet Christoph Gigerl mit Metall eigentlich ein Material das in seiner Urform distanzierte Kühle ausstrahlt und damit der Lebenseinstellung des Künstlers widerspricht. Doch die Materie Kohlenstoff wird bei seiner Arbeitstechnik durch extreme Wärme und im fast flüssigem Zustand so gestaltet, dass sie ihr inneres Feuer bewahrt.


Gestalten und arbeiten

Dafür benutzt Christoph Gigerl unterschiedlichste Arten von Metallen und Stahlsorten und wendet verschiedene Schleifverfahren an. Die Idee für eigene Entwürfe oder Auftragsarbeiten versteht er als Ausdruck innerer Haltung. Als leidenschaftlichen Versuch, das Geistige durch das Materielle und das Unendliche durch Endliches zum Ausdruck zu bringen. Denn für Christoph Gigerl machen Kunst und Design nicht das Sichtbare wieder, sondern machen sichtbar.